Der Fraktionsvorsitzende Gerhard Altz zur Landtagswahl
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, am 9. Mai 2010 sind in unserem Bundesland Nordrhein-Westfalen Landtagswahlen. Dabei geht es um sehr, sehr viel für unser Land. Die Regierung Rüttgers übernahm 2005 nach fast 40 Jahren SPD-Regierungsverantwortung eine Hinterlassenschaft, die NRW auf den letzten Plätzen aller Bundesländer sah. Nach nur fünf Jahren schwarz-gelber Regierung (und Rüttgers hat regiert!!!) stehen wir nun wieder im oberen Drittel. Viele Fachleute bescheinigen dieser Regierung eine hervorragende Arbeit. Leider wird dies durch den Parteienstreit auf Bundesebene nicht so wahrgenommen (auch von den Medien nicht berichtet) wie es diese von der CDU geführte Landesregierung verdient hätte.
Was uns erwartet, wenn die SPD mit Grünen und Linkspartei an die Regierung käme, will ich Ihnen an einem Beispiel deutlich machen: SPD, Grüne und Linkspartei wollen die nordrhein-westfälische Schullandschaft grundlegend umgestalten. Längeres gemeinsames Lernen und eine neue Schulstruktur mit einer Einheitsschule im Sek.-I-Bereich mindestens bis zur Klasse 10 sind die zentralen Forderungen der Oppositionsparteien im Düsseldorfer Landtag. So schreiben beispielsweise die Grünen in ihrem Wahlprogramm: „Das vielgliedrige Schulsystem ist längst an seine Grenzen gestoßen. Es fördert weder die starken noch die schwachen Schülerinnen und Schüler so, wie es nötig und möglich wäre. Bessere Förderung und damit bessere Leistungen sind nicht durch das Sortieren neunjähriger Kinder zu erreichen.“ Die SPD stößt ins gleiche bildungspolitische Horn: „Für gerechte Bildungschancen brauchen wir längeres gemeinsames Lernen“, heißt es im Entwurf des Landtagswahlprogramms. Die Forderung: „In den Klassen 5 und 6 findet für alle Kinder ein gemeinsamer Unterricht statt“, heißt im Klartext eine sechsjährige Grundschule. Die Veränderung der bestehenden Schulstruktur wäre mit enormen finanziellen Kosten für das Land und die Kommunen verbunden. Die CDU-Fraktion im Düsseldorfer Landtag taxiert allein die zusätzlichen Kosten für eine sechsjährige Grundschulzeit auf rund 3 bis 4 Milliarden Euro, die die Kommunen als Schulträger zu tragen hätten. - Auch für Wiehl würde das enorme Kosten in den Um- und Anbau unserer Schulgebäude bedeuten. Realschule und Gymnasium würden zerschlagen. Wo soll dafür gerade jetzt das Geld herkommen??? Wenn am Ende des Prozesses wirklich ein besseres Schulsystem stände, wäre der enorme Aufwand gerechtfertigt. Aber... die entscheidende Frage lautet aus meiner Sicht: Gibt es die Gewissheit, dass die von SPD, Grünen und Linkspartei vorgeschlagenen Maßnahmen zu besseren Ergebnissen führen? Nein, es gibt sie nicht, wie Professor Dr. Jürgen Baumert im Schulausschuss des Landtages deutlich machte! Baumert gehört zu den wichtigsten Bildungsforschern Deutschlands. Er hat den ersten Pisa-Vergleich in der Bundesrepublik geleitet und ist Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. Der renommierte Experte war auf Antrag der SPD-Landtagsfraktion (!) eingeladen worden. Er sagte, es gebe zwar Beispiele in der Welt, in denen längeres gemeinsames Lernen zu möglicherweise besseren Erfolgen führe als in Deutschland. Es gebe zurzeit aber keine Studie, „die eine Aussage erlaubt, ob das Überwechseln nach vier oder sechs Jahren im Hinblick auf die Leistungsentwicklung günstiger oder besser ist. Wir haben nicht die entsprechende Untersuchung, die dieses belegt.“ Unter bestimmten Bedingungen könne es sogar zu schlechteren Ergebnissen führen. Allein aus diesem Grund ist es sinnlos, eine gute und bewährte Struktur abzuschaffen, wenn es bis heute keinen Beweis für einen positiven Effekt von längerem gemeinsamen Lernen gibt. Die CDU investiert in die Köpfe der Kinder statt Steuergelder in Beton zu versenken. Ich sage Ihnen als langjähriger Fachmann in kommunalen Schulfragen und auch als dreifacher Großvater, eine solche Schulstruktur möchte ich meinen Enkelkindern ersparen. Deshalb gibt es für mich am 9. Mai 2010 nur die Entscheidung für eine schwarz-gelbe Landesregierung unter der Leitung von Jürgen Rüttgers. Wählen Sie die CDU, um weiterhin für unsere Kinder und Enkel eine gesicherte Zukunft zu haben. Kraftilanti kann dazu nun wirklich keine Alternative sein! Es grüßt Sie herzlich Ihr Gerhard Altz CDU-Fraktionsvorsitzender |